Martin Suter | Allmen und die Libellen ♬

Allmen, eleganter Gentleman, Lebemann, Kunstsammler und charmanter Hochstapler, hat das Millionenerbe seines Vaters durchgebracht. Das Anwesen musste er verkaufen, er hat sich mit seinem lebenserfahrenen Faktotum Carlos aus Guatemala ins bescheidene Gewächshaus zurückgezogen. 

So schlecht er mit Geld umgehen kann, so virtuos beherrscht er den Umgang mit Schulden und Gläubigern. Insbesondere die diskrete Geschäftsbeziehung zu einem Antiquitätenhändler hilft ihm immer wieder aus der Bredouille. Anfangs war Allmen guter Kunde, mittlerweile ist er guter Lieferant, erst mit Stücken aus der eigenen Sammlung, dann mit Objekten, über deren Herkunft ein Kavalier besser schweigt. 

Bis ihn nach einem alkoholseligen Abend Jojo, eine heißhungrige junge Frau, in die Seevilla ihres Vaters abschleppt und er dort eine Sammlung von fünf traumhaft schönen Jugendstil-Schalen entdeckt.

Johann Friedrich von Allmen wurde in einer Welt groß, in der es der Reputation diente, möglichst viele Gläubiger zu haben, die in seinen Kreisen selbstverständlich nicht so genannt wurden. Das Millionenerbe seines Vaters ist längst verbraucht, sodass er sein großes Herrenhaus veräußern musste und mit seinem Freund und Diener Carlos in das angrenzende Gärtnerhaus umzog, samt handverlesenen Möbeln und seiner geliebten Bibliothek.

Um auch weiterhin die ihm liebgewonnenen Annehmlichkeiten des Lebens in Anspruch nehmen zu können, veräußert er nach und nach Kostbarkeiten aus seinem Besitz an einen diskreten Antiquitätenhändler. Dieser stellt auch keine Fragen, als Allmen Dinge zum Ankauf anbietet, dessen Herkunft ungewiss ist. Allmen gaunert sich durch seine Welt und das ohne schlechtes Gewissen, erhebt seine Art zu Leben zu einer Art Kunstform.

Unter dem Druck eines Gläubigers, der seine Geduld zu verlieren scheint, ergibt sich unverhofft aus seinen Hochstapeleien ein neues Geschäftsmodell: die Rückführung von gestohlenen Antiquitäten an deren Eigentümer. Das ist die Geburtsstunde von „Johann Friedrich von Allmen International Inquiries“. Der findige und technikversierte Carlos steht ihm dabei zur Seite, denn er fühlt sich Allmen zutiefst verbunden und verpflichtet.

Martin Suter hat mit Johann Friedrich von Allmen einen charmanten Gentleman geschaffen, der polarisiert!

Ist der Leser in der Lage, auf Allmen ohne Neid und Missgunst zu schauen, so hält er eine spannende und zugleich sehr unterhaltsame Geschichte in Händen, die in bewährter Martin-Suter-Manier geschrieben wurde und im Falle des Hörbuchs hervorragend von Gert Heidenreich gelesen wird!

Allmen und die Libellen ist der erste von bisher drei erschienenen Romanen um Martin Suters Gentleman-Detektiv Johann Friedrich von Allmen.

 

00a91-allmenunddielibellen_zeit-krimi-editionAllmen und die Libellen | Neu erschienen am 16. September 2013 in der Box ZEIT Krimi-Hörbücher
Erstveröffentlichung im Diogenes Verlag am 4. Januar 2011
Ungekürzte Lesung auf 4 Audio-CDs | Laufzeit: 277 Minuten | 9,80 Euro
Hörprobe

Advertisements

Gedanken dazu

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s