Martin Suter | Allmen und die Dahlien

Ein Dahliengemälde von Henri Fantin-Latour, einige Millionen wert, wurde entwendet. Die steinreiche alte Dame, der es gehörte, Dalia Gutbauer, hat ein auffallend emotionales Verhältnis zu diesem Bild.

 Johann Friedrich von Allmen soll es wiederbeschaffen – um jeden Preis. Fall Nummer drei führt ihn und Carlos in das Labyrinth eines heruntergekommenen Luxushotels. Und damit in die Welt der Reichen und Schönen – umschwirrt von all denen, die auch dazugehören wollen.

Nach Allmen und die Libellen und Allmen und der rosa Diamant veröffentlichte Martin Suter seinen dritten Fall des ungewöhnlichen Privatermittlerduos Johann Friedrich von Allmen und seinem Gehilfen und Weggefährten Carlos.

In Allmen und die Dahlien wird Allmen International Inquiries mit der Wiederbeschaffung eines gestohlenen Dahlien-Gemäldes beauftragt. Ihre Auftraggeberin ist die hochbetagte und steinreiche Dalia Gutbauer, die ihren Lebensabend im ehemals glanzvollen Schlosshotel als Dauergast verbringt.

Allmen zögert nicht lange und quartiert sich ebenfalls in dem einstigen Luxushotel ein um seine Ermittlungen aufzunehmen. Im Hintergrund recherchiert wie immer der souveräne Carlos, der in seiner Liebe María Moreno, die inzwischen dauerhaft mit Allmen und Carlos im Gärtnerhaus der Villa Schwarzacker lebt, auch eine Helferin für Allmen International Inquiries gefunden hat. María Moreno wird von der Hotelbesitzerin Dalia Gutbauer als Zimmermädchen eingeschleust, wodurch sie auf wertvolle Informationen stößt.

Im Schlosshotel ist im Verlauf der Geschichte nichts so, wie es zu Beginn scheint. Insbesondere die Dauergäste tragen alle ein Geheimnis in sich, das Allmen zurückführt in die 1950er Jahre. Peu à peu dröseln sich die Beziehungen auf und die Lösung, der Fund und Wiederbeschaffung des Dahlien-Gemäldes, scheint zum Greifen nah. Doch Allmen rechnet nicht mit den hartnäckigen Besitzansprüchen seiner Gegner.

Der dritte Fall für Allmen International Inquiries ist ebenso wie die vorangegangenen Fälle sehr nonchalant geschrieben, geradezu in der Art, wie sich Johann Friedrich von Allmen durch die Welt der Reichen und Schönen bewegt. Die Protagonisten bestechen durch Authentizität und Glaubwürdigkeit. Das Ende des Romans lässt darauf schließen, dass es einen vierten Fall geben wird, auf den ich mich bereits jetzt freue.

Mich hat die Geschichte sehr an den Film „Hotel Royal“ erinnert. Die Parallelen mögen Zufall sein.

 

Allmen und die DahlienAllmen und die Dahlien | Erschienen am 25. Juni 2013 bei Diogenes
213 Seiten | 18,90 Euro
Leseprobe

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