Simon Kernick | Bedrohung

Zeit zu sterben …
Die Drohung: London, 8 Uhr morgens – eine Bombe verwüstet ein Café in der Innenstadt. Es gibt mehrere Tote.

Das Ultimatum: Wenige Minuten später geht der Anruf einer Terror-Gruppe ein. Die Unbekannten kündigen einen Anschlag an, der ganz England erschüttern wird. Verbleibende Zeit: 12 Stunden.

Der Gefangene: William Garrett erwartet die Verurteilung wegen Massenmords. Er behauptet, die Namen der Terroristen zu kennen. Aber er verlangt einen hohen Preis.

Der Countdown läuft: Die Detectives Mike Bolt und Tina Boyd müssen sich auf eine erbarmungslose Hetzjagd durch London begeben, um die angekündigte Katastrophe zu verhindern – bevor es zu spät ist …

Simon Kernick hat mit „Bedrohung“ wieder einen kurzweiligen Thriller vorgelegt.

London wird durch mehrere Bombenanschläge an einem Tag ins Chaos gestürzt, ein weiterer großer Anschlag ist für den Abend angekündigt. William Garrett – Codename Fox – sitzt wegen Massenmordes ein und bietet der Met seine Mitarbeit an, denn er behauptet zu wissen, wer hinter den Anschlägen steckt. Als Gegenleistung verlangt er, in ein sicheres Haus gebracht zu werden, denn er fühlt sich selbst im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses nicht sicher. So beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem einiges schiefgeht.

Den Ermittlern Bolt und Boyd stehen zum einen britische Extremisten – unterwandert von einem Undercovermitarbeiter der Met –, die ihre Bombenanschläge aussehen lassen, als ob sie von Islamisten ausgeführt worden seien, und zum anderen ein angeheuerter südafrikanischer Profikiller gegenüber. Besonders mit diesem Undercoverermittler, Jones, hat Simon Kernick eine sehr interessante Figur erschaffen, denn Jones ist ehemaliger Soldat, unehrenhaft entlassener Cop und ehemaliger Gefängnisinsasse und Zellkumpan von „Fox“. Vieles in dieser Konstellation stützt sich auf Vorgängerromane, die aber zum Verständnis von »Bedrohung« nicht unbedingt notwendig sind.

Mir hat sehr gut gefallen, dass die Ermittler keine Helden sind und, ausgestattet mit kleinen Schwächen, sehr real wirken. Die Schurken dagegen sind richtig ausgekochte Bösewichter, skrupellos und brutal und zu allem bereit.

Das Tempo der Story ist rasant, die Taten perfide, es gibt keine überflüssigen Nebenhandlungen, alles fügt sich sehr gut zusammen und das Ende lässt hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird.

Alles in allem ist »Bedrohung« ein sehr unterhaltsamer Thriller, der mir

vier von fünf Sternen wert ist.

 

Rezension von Dani Nimz.

 

Bedrohung von Simon KernickBedrohung | Erschienen am 10. März 2014 bei Heyne
496 Seiten | 8,99 Euro
Leseprobe

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