Sabine Kornbichler | Die Stimme des Vergessens

Als die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo das Haus des verstorbenen Albert Schettler betritt, sind die Zeichen seiner Paranoia unübersehbar. Die Türen sind mehrfach gesichert, alle Fenster vergittert. In einem Brief, den er hinterlassen hat, steht, jemand werde versuchen, an den brisanten Inhalt seines Bankschließfachs zu gelangen. Kristina hält das für Verfolgungswahn, doch dann werden die Unterlagen tatsächlich gestohlen. War Schettlers Angst begründet? Kristinas Recherchen bringen ungeahnte Wahrheiten ans Licht …

Sabine Kornbichler hat es in diesem Buch geschafft, zwei Fälle miteinander zu verweben und bei beiden Handlungssträngen einen Spannungsbogen aufzubauen, der den Leser immer wieder gefangen nimmt.

Die Schilderungen der beteiligten Personen sind wunderbar lebensnah gelungen. Bei den Lebensumständen des verstorbenen Albert Schettler, für den Kristina Mahlo als Nachlassverwalterin tätig wird, kann man eine Gänsehaut bekommen und möchte keinesfalls in dessen Haut gesteckt haben. Auch die übrigen Beteiligten werden dem Leser gut nahegebracht, besonders der von dem Verstorbenen als Mörder verdächtigte Franck Giesecke. Für ihre Nachforschungen aufgrund des von Schettler in von ihm hinterlassenen Dokumenten ausgesprochenen Verdachts reist Kristina Mahlo extra nach Korsika und findet dort heraus, welche Rolle Franck Giesecke tatsächlich in Schettlers Leben gespielt hat.

Eine weitere erwähnenswerte Person im Laufe der Handlung ist Peter Siebert, der im Haus des Verstorbenen von Kristina Mahlo bei ihrem ersten Besuch angetroffen wird. Er gibt an, der Sohn eines Jugendfreundes von Albert Schettler zu sein und von diesem vorübergehend eine Wohnmöglichkeit in dessen Haus bekommen zu haben, da er eine neue Stelle in der Stadt angetreten und noch keine Wohnung gefunden hatte. Was Kristina im Laufe der Handlung allerdings mit Hilfe ihrer Freundin Henrike, einer beurlaubten Polizistin, über ihn herausfindet, geht in eine völlig andere Richtung und bringt sie auch noch in Gefahr.

Fazit: Alles in allem ist Die Stimme des Vergessens ein sehr spannender Roman mit glaubwürdigen Charakteren und einem unerwarteten Ausgang der Handlung. Von Kristina Mahlo würde ich gerne noch mehr erfahren!

 

Rezension von Monika Röhrig.

 

Die Stimme des Vergessens

Die Stimme des Vergessens | Erschienen am 11. August 2014 bei Piper
416 Seiten | 12,99 Euro
Leseprobe

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