Rita Falk | Zwetschgendatschikomplott

Der Rudi zieht ins Schlachthofviertel und staunt, als ihm eine riesige Krähe einen abgetrennten Frauenfinger zu Füßen legt. In ihrem sechsten Fall ermitteln der Eberhofer und der Rudi im Münchner Rotlichtmilieu – denn der Finger gehörte einer ermordeten Prostituierten. Während der Wiesn sterben weitere Frauen durch eine rätselhafte Mordwaffe …

Zwetschgendatschikomplott ist Franz Eberhofer sechter Fall, in dem er es mit einem Mörder zu tun bekommt, der zur Wiesn-Zeit junge Frauen in Dirndl-Kleidern umbringt und anschließend deren Gesicht mit einem zunächst unbekannten Objekt entstellt.

Der erste Hinweis auf einen Mord wird Rudi Birkenberger, Franz’ Spezi und Mitermittler in allen bisherigen Fällen, durch einen Raben auf den Balkon seiner neuen Wohnung im Münchner Schlachthofviertel geliefert, den Finger einer jungen Frau. Die zugehörige Leiche findet irkenberger, als er nachts alleine loszieht, in einem Schlachthof-Container. Es ist eine junge Asiatin; wie sich mit der Zeit herausstellt, aus dem horizontalen Gewerbe. Im Laufe der Ermittlungen werden noch zwei weitere Dirndl-Leichen gefunden, somit ist klar: Es ist ein Serienmörder.

Die Ermittlungen laufen immer mal wieder in eine andere Richtung, obwohl zunächst der Täter anscheinend schnell bekannt wird.

Als Leser ist man zwischenzeitlich zwar schon mal der Meinung: Täter erkannt! Aber nicht so bei Rita Falk. Am Ende wartet eine überraschende Lösung!

Zusätzlich ist in seinem Heimatort die Hölle los. Nachdem bekannt wird, dass Investoren ein Hotel bauen wollen und deshalb ein Bach umgeleitet und ein Weg verschwinden soll, der bisher von allen Anwohnern genutzt werden konnte, teilt sich die Einwohnerschaft unerbittlich in Befürworter (diverse Geschäftsleute) und Gegner (übrige Bevölkerung). Als dann auch noch Gewalt angewendet wird, muss Franz sich wieder mal – wie immer auf typische Eberhofer-Art – was einfallen lassen.

Die Autorin Rita Falk bringt uns den Franz und seinen Anhang wieder in ihrem unverkennbaren Schreibstil nahe. Man hat immer das Gefühl, die ganze Sippschaft zu kennen und kann dem Franz trotz seinem immer mal wieder zu Tage tretenden Macho-Gehabe nicht wirklich böse sein. Auch die Art, wie er seine Ermittlungen unter Mithilfe von Rudi Birkenberger, der eigentlich unentbehrlich ist, betreibt, sucht ihresgleichen. Immer wieder schön, wie er sich mausig macht und einfach tut, was er für richtig hält, wenn ihm ein Vorgesetzter oder ähnliches in den Weg gerät, manchmal auch betont durch das Zücken seiner Dienstwaffe; zwar eigentlich ein Verhalten jenseits aller Realität, aber zum Franz passt es einfach.

Und auch Franz’ Fast-Ehefrau Susi spielt wieder eine Rolle in diesem Buch, was nach dem Ende im fünften Fall zwar erhofft, aber nicht unbedingt zu vermuten war. Diesmal werden Franz’ Nerven zum Zerreißen gespannt; der Schluss lässt mich mit Spannung auf den nächsten Fall warten.

Fazit: Die Autorin schafft es immer wieder, einen durchaus spannenden Plot mit ihren humorvollen Schilderungen der Privatsphäre von Franz und Anhang zu verbinden. Die Erwartung wurde auch diesmal nicht enttäuscht, Franz und Rudi sind wie immer in Hochform. Hoffentlich lässt sich Rita Falk nicht zu viel Zeit bis zum nächsten Fall!

 

Rezension von Monika Röhrig.

 

Zwetschgendatschikomplott

Zwetschgendatschikomplott | Erschienen am 16. März 2015 bei dtv premium
272 Seiten | 14,90 Euro
Leseprobe

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