The Missing | Staffel 2 ►

2003 verschwindet die Schülerin Alice Webster spurlos. Ihre Eltern Gemma und Sam, die auf einer britischen Militärbasis in Deutschland stationiert sind, werden ihre Tochter ein Jahrzehnt lang nicht wieder sehen.

Elf Jahre später taumelt Alice, mittlerweile eine junge Frau, schwer traumatisiert die Straßen ihres Heimatortes entlang. Was ist ihr passiert? Die plötzliche Rückkehr wirft ihre inzwischen zerrüttete Familie noch weiter aus der Bahn. Doch ist Alice wirklich die, für die sie sich ausgibt? Die Aufklärung des Falls soll die schwangere Offizierin Eve Stone übernehmen, doch die Dinge überfordern sie schnell. Unterstützung bekommt sie vom damaligen Ermittler Julien Baptiste, für den der Fall bald zu einem Rennen quer durch Europa wird. (Filminfo)

Nachdem in Staffel 1 die Suche nach dem vermissten Fünfjährigen Oliver die Serie bestimmt hatte, muss man sich in Staffel 2 komplett umstellen, denn der Fall Oliver war mit Ende der Staffel abgeschlossen und nun geht es in einer anderen Richtung in einem neuen Fall weiter. Das Wo steht hintenan, denn die seit elf Jahren Vermisste Alice eröffnet als heimkehrende Überlebende die erste Folge. Nun heißt es ‚Was ist passiert‘ und sehr spannend: ist es Alice oder handelt es sich bei der jungen Frau um eine Betrügerin?

Die Besetzung der zweiten Staffel ist eine komplett andere, ausgenommen der renommierte Ermittler Baptiste, der erneut hinzugezogen wird. Das liegt einerseits an der neuen  Familie des Opfers und auch an den Schauplätzen, denn es ist die Deutsche Polizei (unter anderem dargestellt von Florian Bartholomäi) sowie die britische Militärpolizei – Alices Familie lebt seit vielen Jahren in Deutschland, der Vater ist Angehöriger des britischen Militärs, die mit der Aufklärung betraut werden. Also: andere Darsteller, andere Orte, andere Gegebenheiten plus die zusätzliche Militärthematik und die Verknüpfung mit einem Altfall. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, 2013 und drei Jahre später, dies jeweils im Wechsel

Die Ermittler Julien Baptiste (Tchéky Karyo) mit einem Kollegen der deutschen Polizei (Florian Bartholomäi).

Dass es überhaupt dazu kommt, dass Julien Baptiste zu dem Fall hinzugezogen wird, liegt einzig daran, dass die zurückgekehrte Alice bei Ihrer Rückkehr in ihren Heimatort kollabiert und im Delirium den Namen „Sophie Giroux“ erwähnt, woran sie sich später allerdings nicht mehr erinnern kann. Baptiste war zu Dienstzeiten der Ermittler im Vermisstenfall Sophie Giroux. Es gelang ihm nie, das Mädchen aufzuspüren. Umso elektrisierter ist der inzwischen pensionierte Franzose nun, denn Alices Worte erwecken den Verdacht, dass beide Mädchen möglicherweise vom selben Täter entführt wurden und es ihm gelingen kann, Sophie nun endlich zu finden und den Fall doch noch abzuschließen.

Abigail Hardingham alias Alice Webster.

Ihn treibt vor allem die Hoffnung, dass Sophie noch leben könnte, weshalb er jedem Hinweis folgt, und sei er noch so vage. Dabei gelangt er mittels eines deutschen Schleusers sogar in irakisches Kriegsgebiet, direkt an die Front bzw in einen Häuserkampf, einzig um einen jungen Soldaten zu finden.

Nun, an dieser Stelle wurde es mir dann etwas zu fantastisch. Die Inszenierung der Reise in den Irak, der Aufenthalt zwischen den verfeindeten Kämpfern und die erneute Ausreise werden relativ kurz und vielleicht einzig dadurch unglaubwürdig. Hinzu kommt, dass Baptiste sein Krebsleiden ausgerechnet im Irak so sehr zu schaffen macht, dass es zwar einerseits nachzuvollziehen ist, dass er dieses Wagnis riskiert, jedoch andererseits nicht so ganz klar ist, wie er dazu in der Lage ist. Der Krebs ist im Endstadium und Baptiste leidet nicht nur unter sehr starken Schmerzen sondern haluziniert auch.

Doch insgesamt ist die zweite Staffel ebenso spannend wie die vorherige, wenn auch aus anderen Gründen. Als Zuschauer möchte man natürlich wissen, ist es nun die echte Alice Webster? Lebt Sophie Giroux noch? Wer ist der Entführer? Stehen die Fälle in einem Zusammenhang? Und wieso benimmt sich Alice so rätselhaft? Außerdem: weshalb kam es so weit, dass Alices Bruder sich zwei kriminellen Brüdern anschließt, Drogen nimmt und sein Vater ihn verachtet?

The Missing 2 ist für spannendes Binge Watching bestens geeignet. Mir persönlich gefiel Staffel 1 mehr, sowohl was die Sicht auf die Kindesentführung betrifft als auch auf die Besetzung. Ich bin gespannt, ob es eine weitere internationale Kooperation geben wird (hier: Großbritannien, USA, Belgien), die in The Missing Staffel 3 mündet.

 

The Missing | Staffel 2 wurde am 29. September 2017 zum Kauf veröffentlicht
3 DVDs | circa 24.- Euro
2 Blu-ray Disks | circa 25.- Euro
Laufzeit: 472 Minuten
FSK 16
Trailer

Weiterlesen: Noras Rezension zur ersten Staffel The Missing

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