Candice Renoir | Staffel 3 ►

Mit ihren ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden, die sie eher in der Schule des Lebens als an der Polizeischule gelernt hat, versucht die erfinderische Hauptkommissarin an der Küste Südfrankreichs besonders knifflige Mordfälle zu lösen. Da kommt es schon mal vor, dass sich Candice als Kellnerin in eine Strandbar einschleust oder sich bei einem Gefängnisbesuch als Verlobte eines Inhaftierten ausgibt.

In zehn spannenden und außergewöhnlichen Fällen muss Candice Renoir, mit einem anfänglich stark dezimierten Team, Licht ins Dunkel bringen. Und ganz nebenbei den Spagat zwischen ihrem Beruf als Polizistin und ihrer Aufgabe als alleinerziehende Mutter gerecht werden… (Serieninfo)

Mit komischen Krimis, oder solchen, die nicht den Anspruch erheben, sehr ernsthaft zu sein, konnte ich bis Candice Renoir nicht sehr viel anfangen. Doch Staffel 1 und 2 haben mir sehr gut gefallen, was natürlich den tollen Charakteren geschuldet ist. Denn es gibt natürlich zu bearbeitende Kriminalfälle, doch trotz viel Ermittlungsarbeit steht der zwischenmenschliche Aspekt bei dieser Serie ganz vorn.

Weiterlesen

Advertisements

Marc-Oliver Bischoff | Die Sippe

Freyr sieht in die untergehende Sonne. Er kann es eigentlich nicht riskieren, den Jungen am Leben zu lassen. Kinder sind ein Sicherheitsrisiko. Sie plappern. Und es lässt sich nicht verhindern, dass sie das Dorf von Zeit zu Zeit verlassen. Dann sickern Informationen durch. Er stellt den blonden Jungen auf die Füße und dreht ihn herum. Sieht ihm tief in die Augen. „Schwöre, dass du es für dich behältst.“ „Ich schwöre, Freyr.“ „Auf Dein Leben.“ „ Auf mein Leben.“ (Auszug Seite 11)

Wo ist Sara?

Katharina Hofmann arbeitet als Krankenschwester in Hamburg. Nach einem Theaterbesuch wird sie brutal überfallen und entgeht nur knapp einer Vergewaltigung. Als sie dann auch noch in eine brenzlige Situation in einer U-Bahn gerät, bricht sie zusammen und wird für einige Wochen krankgeschrieben. Zur gleichen Zeit verschwindet ihre Schwester Sara nach einem mysteriösen Telefonanruf spurlos.

Weiterlesen

Thomas Enger | Verleumdet

„Im nächsten Augenblick steht der Vater auf. Hart und abrupt, sodass die Stuhlbeine über den Boden schrillen. Seine Serviette landet zusammengeknüllt auf dem Teller.
Etwas legt sich über seine Augen. Und als er eine kräftige Hand auf seiner eigenen spürt, sieht er nicht mehr klar. Er tut es einfach.
Tut es.
Tut es.“
(Auszug Seite 227)

In einem Pflegeheim in Oslo ist eine Bewohnerin erwürgt worden. Danach wurden ihr Stricknadeln in die Augen gestoßen. Der Journalist Henning Juul berichtet darüber. Der leitende Ermittler ist Kriminalkommissar Bjarne Brogeland. Es werden viele Personen befragt, aber lange gibt es keine Hinweise, wer der Täter ist. Dann gibt es eine zweite Leiche und ein Zusammenhang wird klar: Die Pflegeheimbewohnerin war Lehrerin und die zweite Tote ihre Schülerin. Aber wer hat so einen Hass auf die beiden gehabt, dass sie sterben mussten?

Weiterlesen

Denzel Meyrick | Tödliches Treibgut

„Jetzt verstehe ich, was du damit gemeint hast, dass die alle alles wissen“, sagte Scott zu Daley. „Also so was, woher wusste sie von deiner Beförderung?“
„Weil Klatsch und Tratsch hier schneller die Runde machen als in der Polizei von Strathclyde. Es ist nur ein Jammer, dass sie den Mund halten über Dinge, die wirklich wichtig sind.“ Daley nippte an seinem Whisky und rollte ihn auf der Zunge, um das Aroma besser auszukosten.
„Kann man ihnen kaum verübeln“, sagte Scott mit einer Stimme, die wenig mehr war als ein Flüstern. „Wo dieser Arsch Macleod hier das Sagen hat. Da hätt‘ ich auch nicht viel Vertrauen in die Polizei.“ (Auszug Seite 193)

Am Strand des schottischen Ortes Kinloch wird eine Frauenleiche angespült. Der Glasgower Inspektor Daley wird ins weit entfernte Kinloch beordert. Doch die Ermittlungen laufen schwer an. Die Tote war für ihr ausschweifendes Leben berüchtigt und dennoch tut sich kein klares Motiv auf. Dann stellt sich heraus, dass auch eine Freundin der Toten und der Besitzer eines kleinen Nachtclubs vermisst werden.

Weiterlesen

Monika Geier | Alles so hell da vorn

„Frau Boll, ich verstehe Ihre Bedenken, das hier ist kein guter Ort“, begann Guhl.
„Das ist ein Kinderpuff!“, rief Bettina.
Guhl blinzelte.
„Ja“, sprach Bettina streitlustig, bevor Härtling ihre Anwesenheit, ihr Benehmen, ihre ganze Existenz herunterspielen konnte, das wollte er nämlich, stand ihm auf die Stirn geschrieben. „Gucken Sie sich die Mädchen doch an![…]“
„Diese Kinder sind alle erwachsen“, sagte Thot in einem überaus beschwichtigendem Tonfall, der eigentlich nur ironisch gemeint sein konnte. […]
Wenn Sie möchten, Frau Boll“, sprach Guhl im selben Ton weiter, „können Sie gerne mit den Mädchen sprechen. Versuchen Sie es einfach mal, wir wären Ihnen dankbar für alles, was Sie herausfinden.“ Damit wandte er sich abrupt von ihr ab und Härting zu, so dass sie nur noch seinen Rücken sah.
Sie war abserviert. Also drehte sie sich um und ging raus, hier drin war es sowieso zum Ersticken.
„…Frauen gehören einfach nicht mit in den Puff“, hörte sie Härtling von weitem. (Auszug Seiten 34-35)

Mitten in der Nacht wird Kommissarin Bettina Boll aus dem Bett geholt und fährt mit ihrem Chef an einen Tatort in einem Frankfurter Bordell. Dort wurde ihr Kollege Ackermann vor einer Prostituierten mit seiner Dienstwaffe erschossen. Allerdings war er wohl offensichtlich nicht im Dienst. Die junge Hure namens Manga hat anschließend noch einen Typen der Security erschossen, aber offenbar selbst die Polizei gerufen. Doch ihre Mission ist noch nicht zu Ende.

Weiterlesen

Tana French | Gefrorener Schrei

„Wir gehen gerade um ihn herum in Richtung Tor, und ich will gerade unsere Fahnder anrufen, um ihnen zu sagen, dass sie Fallon jetzt ins Dezernat bringen sollen, als ich aus den Augenwinkeln registriere, was da aus dem blauen Plastiksack herausguckt: eine tote Katze, das Fell glatt an den Schädel gekleistert, die Lippen hochgezogen, so dass spitze Zähne zu sehen sind, das Maul weit aufgerissen zu einem gefrorenen Schrei.“ (Auszug Seite 96)

Antoinette Conway und Steve Moran arbeiten als Partner im Morddezernat in Stoneybatter. Die beiden sind nicht gerade die beliebtesten Kollegen im Dezernat und auch die jüngsten, so dass sie nahezu alle Beziehungstaten bekommen. Die Ermittlungen zu diesen Fällen sind oft langweilig und nicht gerade anspruchsvoll. So auch der Fall Aislinn Murray. Sie wurde tot in ihrem Haus aufgefunden, den Schädel am Kaminsims aufgeschlagen.

Weiterlesen