James Lee Burke | Zeit der Ernte

„Ich mochte zwar Old Hacks Namen geerbt haben, das Revolverhelden-Gen der Hollands jedoch war nicht an mich weitergegeben worden. Während des Koreakrieges war ich Navy-Sanitäter und verteilte drei Monate lang Penicillin-Pillen gegen Tripper an unsere Jungs in Seoul, bevor man mich an die Front versetzte. Dort dauerte es allerdings nur sechs Tage, bis mir die Chinesen zwei Beinschüsse verpassten und mich gefangen nahmen. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass mein einziger Versuch, Hacks schießwütigem Vermächtnis gerecht zu werden, gehörig in die Hose ging.“ (Auszug Seite 13)

James Lee Burkes erster Hackberry-Holland Roman erschien bereits 1971 in den USA. Es dauerte rund 46 Jahre, bis dieser von Daniel Müller als letzter der dreibändigen Serie aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt wurde. Der zweite Teil Regengötter erschien bei uns bereits im Oktober 2014, der dritte Teil Glut und Asche nur rund ein Jahr später im September 2015.

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Charlotte Link | Das Haus der Schwestern

„Ach, das ist nur ein alter Name. Hat sich eingebürgert in der Zeit, als von der ganzen Familie auf Westhill nur noch zwei Schwestern übriggeblieben waren und dort lebten. Beide gibt es nicht mehr, aber irgendwie nennen es immer noch alle das Haus der Schwestern.“ (Auszug Seite 27)

Barbara und ihr Mann Ralph haben über den Jahreswechsel die Westhill Farm in Yorkshire gemietet, um dort in Ruhe über ihre Eheprobleme zu sprechen. Dann kommt es zu einem Unwetter, das Haus schneit ein und das Ehepaar ist auf dem abgelegenen Grundstück von der Außenwelt abgeschnitten. Barbara entdeckt zufällig Aufzeichnungen der ehemaligen Besitzerin Frances, in denen sie ihr Leben in Romanform schildert. Frances hat viel in ihrem Leben erlebt und mitgemacht und hütet außerdem ein Geheimnis…

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Michel Bussi | Fremde Tochter

„Sie müssen leben, Mademoiselle!“, hatte ein junger Polizist zu ihr gesagt, als er ihr eine silberfarbene Rettungsdecke um die Schultern legte. „Sie müssen für sie leben. Damit sie nicht vergessen werden.“ (Auszug Seite 14)

Am 23. August 1989 verunglückt eine Familie in Korsika während des Urlaub. Nur die 15-jährige Tochter Clotilde überlebt. 27 Jahre später kehrt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter an den Unglücksort zurück, um sich zu erinnern. Während des Aufenthalts kommt es allerdings zu Situationen, die Clotilde daran zweifeln lassen, dass es sich damals tatsächlich um einen Unfall gehandelt hat. Kann es Mord gewesen sein? Außerdem bekommt Clotilde kleine Nachrichten geschrieben, die allem Anschein nur von ihrer Mutter Palma stammen können, die ja aber ebenfalls bei dem Unfall ums Leben gekommen ist. Was verbirgt sich dahinter?

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Christian Buder | Das Gedächtnis der Insel

„Jacques hat sich seinen Verstand über die Jahre weggesoffen. Wenn du einen Rat von mir willst: Begrabe deinen Vater und verlasse die Insel.“
„Du weißt, warum meine Mutter rausgefahren ist.“
Rose konnte nicht ruhig stehen. Sie blieb in Bewegung, als hinge ihr Leben davon ab. „Jeder hat damals mitbekommen, was passiert ist. Die Insel ist kein guter Ort von Geheimnisse.“
„Für die Geheimnisse, die jeder begraben will, ist es der perfekte Ort.“ (Auszug Seite 182)


Der Archäologe Yann kehrt erstmals nach zwanzig Jahren zurück auf seine Heimalinsel vor der bretonischen Küste, um seinen Vater zu beerdigen. Dieser soll sich mit einem Sprung von der Fähre ins kalte Wasser selbst umgebracht haben. Doch als er auf der Insel eintrifft, begegnet ihm als erstes seine Jugendfreundin Gwenn, die inzwischen bei der Gendarmerie arbeitet und ihm gegenüber Zweifel äußert, ob es sich beim Tod seines Vaters wirklich um Selbstmord handelt.

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Meredith Winter | Blutpsalm

„Dass ihn bei ihrem Anblick sündige Gefühle übermannten, war eine Sache zwischen ihm und seinem Glauben. Denn wie sagte Martin Luther einst: Wie man nicht wehren kann, dass einem die Vögel über den Kopf herfliegen, aber wohl, dass sie auf dem Kopfe nisten, so kann man auch bösen Gedanken nicht wehren, aber wohl, dass sie in uns einwurzeln.“ (Auszug Seite 7)

In dem beschaulichen Dorf Sommerburg im Norden von Deutschland wird vor dem Haus des Pfarrers die Leiche des Bürgermeisters gefunden. Er wurde brutal mit einem Fleischermesser erstochen. Außerdem liegt die Visitenkarte der Prostituierten Marlene auf der Leiche. Der Bürgermeister bleibt nicht das einzige Opfer. Kurz zuvor hat der Pastor Jonathan Marlene zufällig kennengelernt und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Aber ein Pastor und eine Prostituierte? Kann das gut gehen? Was wird die Gemeinde dazu sagen? Und wie hängen die Morde damit zusammen?

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Kanae Minato | Geständnisse

„Vielleicht habt ihr es in der Absicht mitgebracht, einen Klassenkameraden zu verletzen, aber wenn ihr sagt, ihr wollt euch damit nur vor Angriffen auf dem Schulweg schützen, können wir nichts dagegen tun. (…) Nur wenn euer Messer einen Zwischenfall auslöst oder benutzt wird, um jemanden zu verletzen, haben wir endlich das Recht es euch wegzunehmen – aber dann ist es zu spät, und natürlich wird man uns vorwerfen, dass wir nicht früher eingriffen haben (…).“ (Auszug Seite 35)

Yuko Moriguchi ist Lehrerin und hat kürzlich ihre kleine Tochter bei einem tragischen Unfall auf dem Schulgelände verloren. Jetzt hat sie ihre Arbeit gekündigt und an ihrem letzten Tag steht sie vor ihrer Klasse und „lässt die Bombe platzen“: Zwei Mitschüler sind am Tod ihrer Tochter Schuld. Die Beschuldigten bleiben nicht lange unerkannt und in dem Buch wird beschrieben, wie sich alle in deren Umfeld daraufhin verhalten.

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