Jörg Maurer | Im Grab schaust du nach oben

Böllerschüsse und Blaskapelle am Friedhof des idyllisch gelegenen Kurorts: Eine schöne Beerdigung, sagen alle, die danach ins Wirtshaus gehen. Nur schade, dass Kommissar Jennerwein gleich wieder weg musste, aber wegen dieses G7-Gipfels im Kurort sind alle Ordnungskräfte im Sondereinsatz. Dabei verliert gerade ein Mörder zwischen Polizeiabsperrungen und Anti-Gipfel-Demonstranten sein Opfer aus den Augen, ein schicksalhafter Schuss fällt, und das Bestatterehepaar a.D. Grasegger findet Verdächtiges auf dem Friedhof. Bei seinen Ermittlungen entdeckt Kommissar Jennerwein, dass nichts von Dauer ist – nicht einmal die Totenruhe …

Jörg Maurer in Hochform! Was sich hier mal wieder im und in der Umgebung des „Kurortes“ tut, ist nicht nur eine Herausforderung für Kommissar Jennerwein, sondern stellt auch eine einschneidende Veränderung für seine direkten Kollegen dar. Mord und Totschlag während des zu dieser Zeit stattfindenden G7-Gipfels.

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Monika Geier | Alles so hell da vorn

„Frau Boll, ich verstehe Ihre Bedenken, das hier ist kein guter Ort“, begann Guhl.
„Das ist ein Kinderpuff!“, rief Bettina.
Guhl blinzelte.
„Ja“, sprach Bettina streitlustig, bevor Härtling ihre Anwesenheit, ihr Benehmen, ihre ganze Existenz herunterspielen konnte, das wollte er nämlich, stand ihm auf die Stirn geschrieben. „Gucken Sie sich die Mädchen doch an![…]“
„Diese Kinder sind alle erwachsen“, sagte Thot in einem überaus beschwichtigendem Tonfall, der eigentlich nur ironisch gemeint sein konnte. […]
Wenn Sie möchten, Frau Boll“, sprach Guhl im selben Ton weiter, „können Sie gerne mit den Mädchen sprechen. Versuchen Sie es einfach mal, wir wären Ihnen dankbar für alles, was Sie herausfinden.“ Damit wandte er sich abrupt von ihr ab und Härting zu, so dass sie nur noch seinen Rücken sah.
Sie war abserviert. Also drehte sie sich um und ging raus, hier drin war es sowieso zum Ersticken.
„…Frauen gehören einfach nicht mit in den Puff“, hörte sie Härtling von weitem. (Auszug Seiten 34-35)

Mitten in der Nacht wird Kommissarin Bettina Boll aus dem Bett geholt und fährt mit ihrem Chef an einen Tatort in einem Frankfurter Bordell. Dort wurde ihr Kollege Ackermann vor einer Prostituierten mit seiner Dienstwaffe erschossen. Allerdings war er wohl offensichtlich nicht im Dienst. Die junge Hure namens Manga hat anschließend noch einen Typen der Security erschossen, aber offenbar selbst die Polizei gerufen. Doch ihre Mission ist noch nicht zu Ende.

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Tana French | Gefrorener Schrei

„Wir gehen gerade um ihn herum in Richtung Tor, und ich will gerade unsere Fahnder anrufen, um ihnen zu sagen, dass sie Fallon jetzt ins Dezernat bringen sollen, als ich aus den Augenwinkeln registriere, was da aus dem blauen Plastiksack herausguckt: eine tote Katze, das Fell glatt an den Schädel gekleistert, die Lippen hochgezogen, so dass spitze Zähne zu sehen sind, das Maul weit aufgerissen zu einem gefrorenen Schrei.“ (Auszug Seite 96)

Antoinette Conway und Steve Moran arbeiten als Partner im Morddezernat in Stoneybatter. Die beiden sind nicht gerade die beliebtesten Kollegen im Dezernat und auch die jüngsten, so dass sie nahezu alle Beziehungstaten bekommen. Die Ermittlungen zu diesen Fällen sind oft langweilig und nicht gerade anspruchsvoll. So auch der Fall Aislinn Murray. Sie wurde tot in ihrem Haus aufgefunden, den Schädel am Kaminsims aufgeschlagen.

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Mark Billingham | Die Lügen der Anderen

„Sie ist einfach losgegangen … so muss es gewesen sein … hab schon überall nach ihr gesucht und … sie geht nie weit weg … das würde sie nie machen.“
„Können Sie bitte noch mal die Anschrift wiederholen?“
„Herrgott! Sie müssen sofort herkommen, hören Sie?“
„Bitte versuchen Sie, die Ruhe zu bewahren, Ma’am.“
„Bitte! Sie müssen wissen, dass sie Probleme hat, hören Sie? Sie … sie ist geistig behindert. O Gott … sie vertraut jedem. Verstehen Sie? Einfach jedem …“ (Auszug Seite 75)

Drei britische Paare lernen sich im Urlaub in Florida kennen. Im Pelican Palms Resort verbringen sie eine unbeschwerte Zeit, bis am letzten Tag das spurlose Verschwinden eines kleinen Mädchens aus der Club-Anlage die Urlaubsfreude trügt.

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Mikaela Bley | Glücksmädchen

„Das kleine Mädchen war acht Jahre alt. Genau wie Elsa damals. Ellen machte die Augen auf. Blinzelte ein paarmal. Es war warm. Sie zog die Jacke aus. Die Lüftung dröhnte in ihren Ohren. Der Boden unter ihr schwankte, und sie musste sich am Waschbecken festhalten, um nicht zu fallen.“ (Auszug Seite 17)

Ellen Tamm arbeitet bei dem Fernsehsender SV4 als Reporterin. Als ein achtjähriges Mädchen verschwindet, soll sie darüber berichten. Das vermisste Kind heißt Lycke und ist nach dem Tennistraining verschollen. Die Polizei sucht mit Hochdruck nach Lycke, findet aber kaum einen Anhaltspunkt. Ellen sucht ebenfalls nach dem Mädchen, nicht nur im Rahmen ihrer Berichtserstattung. Sie steigert sich in die Suche rein, da vor vielen Jahren ihre Zwillingsschwester Elsa auch im Alter von acht Jahren spurlos verschwunden ist und nicht wiedergefunden wurde. Das möchte Ellen einfach nicht noch einmal erleben. Dann wird Ellen aufgrund ihrer Berichte bedroht. Meldet sich damit der Entführer zu Wort?

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Ranka Nikolić | Mord mit Meerblick

In der kroatischen Hafenstadt Rijeka wird ein Mann ermordet aufgefunden. Für Sandra Horvat und ihr Team von der Mordkommission wirft der Fall einige Fragen auf. Dass Sandra nebenbei auch noch die skurrilen Reibereien zwischen ihren Kollegen Milić und Zelenika in den Griff bekommen muss und einen neuen Kollegen anzulernen hat, macht die Sache nicht gerade einfacher. Danijel Sedlar ist ein Mann mit festen Meinungen, was zwischen den beiden für jede Menge Zündstoff sorgt. Leider ist er auch unverschämt attraktiv, sodass sie ihm nur schwer widerstehen kann …

Mord mit Meerblick ist der Debütroman der kroatischen Autorin Ranka Nikolić, der in ihrem Geburtsort Rijeka spielt. Sandra Horvat, Leiterin der Mordkommission in Rijeka, wird zu einem Tatort in einem Miethaus in der Nähe des Hafens gerufen. Ein Straßenreiniger hat durch Zufall durch die offen stehende Haustür eine Leiche entdeckt. Wie der Gerichtsmediziner feststellt, wurde dem Opfer, das anhand der Papiere als Anton Paulic identifiziert wird, die Kehle durchgeschnitten. Allerdings lässt die Art des Schnittes nicht darauf schließen, dass hier kein Profi am Werk war.

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