Kino: Erlösung nach Jussi Adler-Olsen

Auf dem Schreibtisch vom Sonderdezernat Q landet mal wieder ein alter Fall, in Form einer Flaschenpost. Diese enthält einen mit Blut geschriebenen Hilferuf eines vor Jahren entführten Jungen. Carl Mørck, sein syrisch-stämmiger Kollege Assad und die neue Kollegin Rose, die immer noch im Keller abgeschoben für die ‚toten Fälle‘ zuständig sind, nehmen die Sache ernst. Sie finden heraus, dass von den damals gekidnappten Brüdern nur einer wieder lebend auftauchte. Die Eltern des Jungen aber, Mitglieder einer christlichen Sekte, hatten ihn seltsamerweise gar nicht als vermisst gemeldet. Während das Sonderdezernat Q noch recherchiert, gehen Hinweise auf eine neue Kindesentführung in Jütland ein, wieder im Umfeld einer Sekte. Weiterlesen

James Oswald | Der dunkle Ort der Seele

Ein unpersönlicher Gebäudekomplex im Norden Edinburghs. Als Detective Inspector Anthony McLean den Tatort betritt, erwartet ihn ein schreckliches Bild: In einem tristen Apartment befindet sich, erhängt an einem Deckenbalken, die Leiche eines jungen Mannes. Da alles auf einen Selbstmord hindeutet, drängt McLeans Vorgesetzter auf eine schnelle Abwicklung des Falls. Zumal McLean längst in die Abteilung für Sittlichkeitsverbrechen strafversetzt wurde. Doch McLean ist misstrauisch – zu Recht. Denn kurz darauf werden zwei weitere Tote gefunden, beide erhängt wie das erste Opfer, und die grauenvolle Todesserie reißt nicht ab …

Inspector Tony McLean hat in seinem dritten Fall Der dunkle Ort der Seele nicht nur die Kriminellen, sondern auch seinen Vorgesetzten und teilweise auch Kollegen zum Feind.

Obwohl ein angeblicher Selbstmord durch Erhängen laut Aussage der Kriminaltechniker und des Pathologen Rätsel aufgibt, besteht sein Vorgesetzter darauf, den Fall als erledigt abzuschließen.
Als kurz danach ein weiterer Selbstmord durch Erhängen gemeldet wird und die Umstände vergleichbar sind, beschließt McLean trotz allem, seine Ermittlung weiterzuführen und die Anweisung seines Vorgesetzten zu ignorieren.

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Tim Herden | Harter Ort

„Damp lief zum Strand. Dort entdeckte er eine Menge Fußspuren. Sie führten nach Süden. Damp folgte ihnen. Die Steinmole bot ein wenig Schutz vor dem eisigen Wind. Durch den hochgeschlagenen Jackenkragen konnte er kaum etwas erkennen, sondern musste sich an den Fußspuren orientieren. Als er einige Hundert Meter gelaufen war, endete der Steinwall. Die Hiddenseer nannten den Strandabschnitt „Harter Ort“. Irgendwann in grauer Vorzeit war hier mal ein Schiff untergegangen.“ (Auszug Seite 265)

Von einem seltsamen Geräusch wird Malte Fittkau mitten in der Nacht wenige Tage nach dem Jahreswechsel geweckt. Ihm wird schnell klar, dass das alte Hotelschiff „Caprivi“ Schlagseite hat und kurz davor ist unterzugehen. Schnell alarmiert er die Feuerwehr, um das Schlimmste zu verhindern. Bei der Rettung des großen Dampfers entdecken die Helfer eine Leiche im Innenraum des Schiffes. Steifgefroren. Malte Fittkau informiert die Polizei und wenig später trifft der Inselpolizist Ole Damp ein. Es handelt sich bei dem Toten um Martin Dehn. Er war lange Zeit Biologielehrer auf der Insel und hat vor kurzem die alte Vogelwarte gekauft und zu dem noblen Hotel „Dornbusch“ umgebaut. Zuerst wird vermutet, dass der Tod ein Unfall war, aber nach eingehender Untersuchung finden die Kollegen der Pathologie auf Rügen Hinweise darauf, dass Dehn mit Chloroform betäubt wurde. Durch die hohe Dosis ist das Opfer nicht rechtzeitig vor dem Erfrieren aufgewacht. Also Mord. Weiterlesen

Der Tel Aviv Krimi | Shiv’a ►

Nach ihrer Versetzung nach Tel Aviv wird Sara Stein, noch bevor sie ihren offiziellen Dienst antreten kann, mit einem diffizilen Fall betraut: Chief-Inspektor Noam wurde ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Die Neue aus Berlin soll sicherstellen, dass die Ermittlungen objektiv geführt werden. Widerstand im neuen Kollegenkreis ist vorprogrammiert, doch sie lässt sich nicht ins Bockshorn jagen. Sie verlässt sich wie immer auf ihren Instinkt und ihre eigenen Beobachtungen. Handelt es sich wirklich um einen Raubmord? Die Spuren führen Sara durch das arabische Ghetto bis in das wohlhabende Viertel von Tel Aviv. Doch am Ende liegt die Lösung so nah…

Ein Jahr ist vergangen. Zu Beginn der zweiten Folge joggt Sara am Strand von Tel Aviv entlang, sie ist mittlerweile mit David verheiratet und hat alle Zelte in ihrer alten Heimat Berlin abgebrochen. Mit ihrem ersten Auftritt in Tel Aviv ändert sich die Situation für Sara grundlegend. Sie ist plötzlich nicht mehr nur Kommissarin Sara Stein, sondern vor allem die deutsche Jüdin Sara, der man nicht nur auf Grund ihrer Herkunft mit Skepsis und Argwohn begegnet. Kein Wunder, nach gerade einmal einem Jahr in Israel, nach einer kurzen Grundlagenschulung auf der Polizeiakademie, mit dürftigen Sprachkenntnissen und immer noch viel Unwissen, was die religiösen Konventionen und Traditionen, die kulturellen Gewohnheiten, kurz, die Sitten und Gebräuche in ihrer neuen Heimat angeht, soll sie nun, noch vor ihrem offiziellen Dienstbeginn, in einem ungewöhnlichen, durchaus heiklen Mordfall ermitteln. Klingt plausibel? Das ist Kintopp.

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Der Tel Aviv Krimi | Tod in Berlin ►

Über die Reihe:

Es soll weiter gedreht werden in Israel, die Fortsetzung des „Tel Aviv Krimis“ in der ARD wird in der Reihe der Donnerstags-Serien, laufen, für die man sich seit geraumer Zeit immer mehr Tatorte überall in Europa ausgedacht hat, nun also mit der ebenso modernen wie traditionsbeladenen, quirligen, hitzigen Mittelmeerstadt einen wirklich ungewöhnlichen, exotischen, neuen Schauplatz. Aber Tel Aviv ist auch ein Schmelztigel verschiedener Nationen, Kulturen und Religionen – und ein Pulverfass: Der Dreh der ersten Folge der neuen Krimireihe musste abgesagt werden, da wieder einmal kriegerische Auseinandersetzungen um den Gaza-Streifen aufflammten.

Kurzerhand wurde in Berlin gedreht, eine Art Vorgeschichte, die Kommissarin Sara Stein (Namen sind Schall und Rauch) bei ihrer Arbeit und im Privatleben in ihrem Kreuzberger Kiez zeigt. Sie hat jüdische Wurzeln, was aber keine Rolle spielt, nicht für sie, die diesen Umstand eher achselzuckend als gegeben hinnimmt, nicht für ihr Umfeld, das von dieser Tatsache gar nichts weiß, und erstaunlicherweise auch nicht für das Drehbuch, das keinen Gebrauch macht von den Möglichkeiten, die eine solche Konstellation böte.

Zum Film „Tod in Berlin“:

Sara Stein ist Berliner Kriminalkommissarin jüdischer Abstammung, die sich unabhängig von allen und allem fühlt. Religion spielte in ihrem Leben bislang keine Rolle, bis sie den Mord an der israelischen DJane Tamar aufklären muss. Dabei rückt die Familie von Tamars palästinensischem Freund, Khalid, immer mehr in den Fokus. Ist Tamar Opfer des israelisch-palästinensischen Konflikts geworden? Obwohl Khalids Vater den Mord gesteht, spürt Sara, dass etwas nicht stimmt. Beharrlich ermittelt sie weiter und verbeißt sich regelrecht in den Fall.

Die Eingangssequenz zeigt Sara beim abendlichen Jogging rund um den Bahnhof Kottbusser Tor. Unversehens stolpert sie auf dem Hinterhof einer Disco über eine sterbende junge Frau: es ist die bekannte DJane Tamar, eine Israelin, die in den Berliner Szene-Clubs einiges Ansehen genießt und die ihre Beliebtheit in vielerlei Hinsicht ausnutzt und auskostet. Mit ihrem Freund hat sie sich kurz zuvor noch heftig gestritten, jetzt schleudert sie Khalid, der zufällig am Tatort auftaucht, wütend die letzten Worte „fuck off!“ entgegen.

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Rita Falk | Leberkäsjunkie

Schluss mit Fleischpflanzerln von der Oma oder mit »Warmen« vom Simmerl – die Cholesterinwerte vom Eberhofer sind so hoch wie die Laune im Keller. Dazu macht die Susi ihm Stress mit dem Sprössling: knallhart durchorganisierte Besuchszeiten, da kennt sie kein Pardon.

Und dann dieser grausame Mord an einem Fremden in der Pension von der Mooshammer Liesl, der mit Brandpaste beschmiert und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurde. Warum hatte sich dieser Gast nach Niederkaltenkirchen verirrt? Und warum wollte man ihn so brutal aus dem Weg schaffen? Als ausgerechnet der angolanische Fußballspieler Buengo vom FC Rot-Weiß Niederkaltenkirchen unter Mordverdacht gerät, nimmt der Eberhofer die Ermittlungen auf.

Zuerst muss ich wohl erwähnen, dass dies nicht das erste Buch dieser Begebenheiten um den Franz Eberhofer ist, das ich gelesen habe, daher habe ich sozusagen diesem entgegen gefiebert. Um es direkt zu sagen: dieses Mal wurden meine Erwartungen doch etwas enttäuscht. Rita Falk hat sich für Franz Eberhofer zwar wieder einen spannenden Fall ausgedacht, aber leider kommt das Ganze erst relativ spät in Fahrt.

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