Blogkooperative | Insel-Spezial

Liebe Krimifreunde!

Das Jahr ist fast vorüber, es ist schon wieder Advent und damit Zeit für eine liebgewonnene Tradition: Unser alljährliches Themenspezial gemeinsam mit Christina von Die dunklen Felle. Nach Krimiklassikern und Bücher aus Australien und Neuseeland haben wir uns dieses Jahr etwas neues Interessantes überlegt, denn wir sind einfach reif für die Insel!

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Rezensions-Doppel: Ulf Torreck ‚Fest der Finsternis‘ & David Gray ‚Sarajevo Disco‘

Vor fast drei Jahren ist mir dieser David Gray zum ersten Mal begegnet. Vorher war er und ist immer noch im Selfpublisherbereich aktiv und da habe ich nicht so ein Auge drauf. Kanakenblues hieß das Buch, ein richtig guter, hartgesottener Polizeikrimi mit dem dunkelhäutigen Bullen Boyle als Protagonisten. Anschließend konnte ich den Autor als sehr kommunikativen Menschen in den sozialen Netzen erleben, wo er neben politischer Meinung seine Freunde, Bekannte und Leser auch am „glorreichen“ Autorenleben teilhaben lässt.

Dann tauchte dieser Ulf Torreck als Autor auf, den ich erst beim zweiten Hinsehen als Klarnamen von David Gray erkannte. Ulf Torreck als seriöser Ableger und David Gray für die harten Sachen? Mit Blick auf den Inhalt von Torrecks Fest der Finsternis musste das natürlich schnell revidiert werden, allerdings war mein Interesse doch geweckt.

Zeit für eine Doppelrezension von Fest der Finsternis und dem neuesten Boyle Sarajevo Disco!

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Robert Preis | Grazer Wut

Grazer Wut ist der fünfte Teil einer Reihe von Kriminalromanen des Grazer Autors Robert Preis, die in und um seine Heimatstadt angesiedelt sind. Seit dem ersten Band Trost und Spiele schildert er die Aufsehen erregenden Fälle des Chefinspektors der Mordermittlung Armin Trost. Dem eilt ein Ruf voraus:

„Als unwiderstehlicher Ermittler, als Sucher und Maulwurf, der es mit den verschlagensten Exemplaren der Spezies Mensch aufnahm… er erwischte sie alle. Trost war da, überwand seine Ängste und bohrte mit seinen Blicken und Fragen so lange nach, bis er zum Quell der Wahrheit gelangte. Kurzum, Trost galt gemeinhin als jemand, dem man nichts vormachen konnte. Der einen durchschaute, bevor man sich selbst hinterfragt hatte. Menschen wurden durch seine bloße Anwesenheit nervös, jedenfalls bildete Trost sich gerne ein, solche Wirkung zu haben. Der Gedanke schmeichelte ihm. Er fühlte sich unbezwingbar wie eine Romanfigur. Und tatsächlich ist er in Graz so etwas wie ein Superheld aus einem Comic.“ (Auszug)

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Derek Meister | Blutebbe

„Bis auf das Klirren herrschte noch immer Grabesstille.
Knut ließ den Schein seiner Stablampe über den Namen gleiten. „Marietta“, las er vor uns stutzte… „Shit! Was ist das denn?“
Alle richteten ihre Lampen auf Knuts Spot. Über die weißen Holzplanken des Rumpfs war etwas geflossen. Knut trat näher und berührte es mit dem Finger. Es war Blut. Kein Rost. Es war eindeutig Blut. Reichlich Blut.“ (Auszug Seite 29)

Kurt Jansens neuer Fall beginnt mit zwei Leichen auf einem Schiff mitten im Watt. Zwei  Frauen wurden erstickt, an einen Pfahl gehängt und ausgeweidet. Auf dem Schiff sind keine Spuren zu finden, außer einem kryptischen Zeichen. Die Ermittlungen beginnen und unterstützt wird Knut wieder von Helen Hennings als Profilerin. Dann werden immer mehr Tote gefunden, die genauso zugerichtet wurden. Und bald wird es auch für Knut persönlich. Was hat dieses Zeichen zu bedeuten, dass bei jedem Tatort zu finden ist? Und was will der Mörder mit dieser Tötungsart bezwecken?

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Richard Flanagan | Die unbekannte Terroristin

Sie hatte gerade ein Schuhgeschäft verlassen und stand wieder in der Mall, als sie eine riesige Videowand vor einem Elektronik-Großmarkt bemerkte. Eine Menschenmenge verließ das Stadion in Homebush, es musste sich um den Bombenfund vom Vortag handeln. Dann kam ein geöffneter Kinderrucksack ins Bild, in der Nahaufnahme war der Sprengsatz deutlich zu erkennen. Aber erst, als bewaffnete Polizisten vor Tariqs Wohngebäude in Deckung gingen, schenkte die Puppe der Videowand ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. (Auszug Seite 99)

Geplanter Anschlag im Stadion

Die Bevölkerung von Sydney leidet unter einer Hitzewelle, als im Olympiastadion drei nicht gezündete Bomben gefunden werden. Gina Davies, die als Stripteasetänzerin in einem Club ihr Geld verdient und von allen nur „Die Puppe“ genannt wird, stürzt sich in die Feierlichkeiten des Mardi Gras, des Faschingsdienstags. Hier lernt sie den gut aussehenden, arabisch-stämmigen Tariq kennen und verbringt die Nacht mit ihm in seiner Wohnung. Am anderen Morgen ist Tariq verschwunden und in den Fernsehnachrichten werden neue Erkenntnisse über die Bomben im Olympiastadion gesendet.

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Christian von Ditfurth | Giftflut

„Wenn jemand den Westen zerstören will, würde er dieses Programm fahren“, sagte de Bodt.
„Aber wer will den Westen zerstören? Davon quatschen die in der Glotze dauernd.“
„Die Chinesen nicht, die Russen nicht. Die Islamisten natürlich. Aber die können es nicht. Wer will den Westen zerstören, und wer kann es auch?“
Salinger schwieg eine Weile. „Was heißt eigentlich den Westen zerstören?“
„Bomben zerstören Menschen und Gebäude. Aber nicht die Demokratie. Was oder wer die hiesige Demokratie zerstört, das sind eher die Regierungen. Maßnahmen, die die Sicherheit nicht erhöhen, aber Rechte aushöhlen.“
[…] „Wir drehen uns im Kreis. Wir sollten uns darauf konzentrieren, wer so eine Operation durchziehen kann“, sagte de Bodt. (Auszug Seiten 184-185)


In Berlin wird die Oberbaumbrücke Ziel eines Spengstoffanschlags, wenig später auch eine Seinebrücke in Paris und die Tower Bridge in London in die Luft gejagt. Sehr planmäßig durchgeführte Anschläge, die Hunderte von Todesopfern fordern. Das Seltsame: Den Anschlägen gingen jeweils Doppelmorde an leitenden Angestellten der städtischen Wasserwerke voraus. Hauptkommissar de Bodt versucht unter großem Einsatz, die Verbindung zwischen den Taten zu ziehen, um weitere Anschläge zu verhindern.

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