Candice Renoir | Staffel 4

Die vierte Staffel von Candice Renoir steht ganz im Zeichen der Überraschungen: Mit Antoine Dumas wird ein geschätzter Kollege der außergewöhnlichen Hauptkommissarin befördert und verlässt das Team. In einem Gerichtsprozess, in dem Candice als Zeugin geladen ist, werden ihre unkonventionellen Ermittlungsmethoden zum Anlass genommen, ihre Aussage und Beweisführung zunichte zu machen.

Doch es kommt noch schlimmer: Ein Fall führt sie in ihre Heimat, den Norden Frankreichs. Dort scheint ihre eigene Mutter, die sie seit zwanzig Jahren nicht gesehen hat, in eine Mordserie verstrickt zu sein. Ebenso turbulent verläuft das Liebesleben der Ermittlerin: Da wäre die Beziehung zum hinreißenden David Canovas. Doch ist das Verhältnis zwischen Candice und ihrem Kollegen Antoine wirklich nur rein beruflicher Natur? Und auch der Leiter der Kripo ihrer Heimatstadt wirkt äußerst charmant … (Staffelinfo)

Cecile Bois alias Candice Renoir

Es gibt Serien, die gefallen mir von Beginn an und ich bin jedes Mal am Ende einer Staffel gespannt, wann und wie es weitergehen wird. Die französische Krimiserie Candice Renoir ist eine von diesen Serien. Inzwischen ist die vierte Staffel im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt worden und ich wurde, was meine Erwartungen betrifft, nicht enttäuscht.

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The Missing | Staffel 2 ►

2003 verschwindet die Schülerin Alice Webster spurlos. Ihre Eltern Gemma und Sam, die auf einer britischen Militärbasis in Deutschland stationiert sind, werden ihre Tochter ein Jahrzehnt lang nicht wieder sehen.

Elf Jahre später taumelt Alice, mittlerweile eine junge Frau, schwer traumatisiert die Straßen ihres Heimatortes entlang. Was ist ihr passiert? Die plötzliche Rückkehr wirft ihre inzwischen zerrüttete Familie noch weiter aus der Bahn. Doch ist Alice wirklich die, für die sie sich ausgibt? Die Aufklärung des Falls soll die schwangere Offizierin Eve Stone übernehmen, doch die Dinge überfordern sie schnell. Unterstützung bekommt sie vom damaligen Ermittler Julien Baptiste, für den der Fall bald zu einem Rennen quer durch Europa wird. (Filminfo)

Nachdem in Staffel 1 die Suche nach dem vermissten Fünfjährigen Oliver die Serie bestimmt hatte, muss man sich in Staffel 2 komplett umstellen, denn der Fall Oliver war mit Ende der Staffel abgeschlossen und nun geht es in einer anderen Richtung in einem neuen Fall weiter. Das Wo steht hintenan, denn die seit elf Jahren Vermisste Alice eröffnet als heimkehrende Überlebende die erste Folge. Nun heißt es ‚Was ist passiert‘ und sehr spannend: ist es Alice oder handelt es sich bei der jungen Frau um eine Betrügerin?

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Ellen Dunne | Harte Landung

„Carolin Höller war viel kleiner und zierlicher als der Eindruck, den sie auf den Fotos hinterließ. Fast ihr gesamter Körper fand auf der Glasplatte eines der niedrigen Loungetische Platz, die, von gemütlichen Sofas umstellt, auf der Terrasse verteilt standen. Halb auf dem Rücken lag sie da, als wäre der Landeplatz extra für sie vorgesehen.“ (Auszug Seite 32)

Carolin Höller, Karrierefrau, Mutter von zwei Kindern und verheiratet, wird tot unter ihrem Bürofenster gefunden. Alles deutet zunächst auf einen Suizid hin, aber Kriminalhauptkommissarin Patsy Logan kommen schnell Zweifel an dieser Theorie. Carolin Höller war Managerin des Onlineunternehmens Skiller, das an ihrem Todestag Eröffnung des deutschen Standortes in München gefeiert hat. Patsy Ermittlungen führen sie auch nach Dublin, zu dem Europa Hauptquartier von Skiller, und in ihre eigene Vergangenheit. Wer wollte Carolin loswerden? Ging es um Eifersucht oder Neid?

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Antonin Varenne | Die Treibjagd

Der Alte fuhr einen uralten verbeulten und schmutzigen Citroën C15. Er stieg aus und richtete sich langsam auf. Schon ein halbes Jahrhundert trug er diese kakibraune Kunststoffhose, wasserdichte Stiefel und dieselbe Arbeitsjacke. […] Dennoch wussten diejenigen, die ihn kannten, Bescheid: Paul Courbier war der schlauste und durchtriebenste Geschäftsmann der Region, vergleichbar nur mit dem alten Messenet. Die beiden Alten hatten die Hälfte der kleinen Höfe der Gegend aufgekauft. Paul Corbiers Wort, so hieß es, war nur in einem einzigen Fall von Wert: wenn er geschworen hatte, jemandem den Garaus zu machen. (Auszug Seite 85)

Eine kleine Stadt im Zentralmassiv: Zwei rivalisierende Familienclans kontrollieren das Gemeinwesen. Nur wenige sind nicht einer der beiden Seiten zuzuordnen, unter anderem der Revierjäger Rémi Parrot. Mit dem Verschwinden eines Umweltschützers und Freund Parrots kurz vor der jährlichen Treibjagd wird eine Kette an Ereignissen in Gang gesetzt, die den Ort bis in die Grundfesten erschüttern werden.

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Dominique Manotti | Das schwarze Korps

„Kommen wir zur Sache. Sie wollten mich sprechen?“
„Aus mehreren Gründen. Zunächst, um Ihnen meine heutige Sicht der Dinge auseinanderzusetzen. Nach ’36 gehörte ich zu jenen, die sich, vor die Wahl gestellt zwischen Vierzigstundenwoche und Betriebsräten einerseits und dem Naziregime andererseits, für das Naziregime entschieden haben. Deshalb habe ich 1940 ganz selbstverständlich und, seien wir ehrlich, mit einem gewissen Vergnügen kollaboriert. Das deutsche Europa kam mir zupass. Aber ein Unternehmer darf kein Fanatiker sein. Er muss in erster Linie seine Firmen am Laufen halten. Mir ist seit langem klar, dass das Naziregime besiegt ist.“
„Fazit: Schluss mit den Abenteuern und Handstreichen. Schluss mit den Tricksereien. Sie haben ein Vermögen gemacht, das will jetzt verwaltet werden.“ (Auszug Seite 243)

Paris im Juni 1944: In der besetzten französischen Hauptstadt ist die Lage noch weitgehend ruhig. Das Besatzungsregime hält die Zügel noch fest in der Hand. SS und französische Hilfseinheiten terrorisieren und raffen Besitztümer zusammen, Kollaborateure verdienen sich eine goldene Nase. In den feinen Salons treffen sich die wichtigen Personen und beäugen sich, intrigieren oder verbünden sich. Denn mit der Landung der Alliierten in der Normandie ändert sich die Lage und man muss seine Schäfchen für die Zeit nach der Besatzung ins Trockene bringen.

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Bernard Minier | Wolfsbeute

Wolfsbeute – Roman policier? Roman noir? Polar? – Bestseller von Bernard Minier

Der Roman erfüllt jedenfalls alle Voraussetzungen eines Polar, wie Franzosen den Thriller nennen, er bietet von der ersten Zeile bis zum Ende des aufwühlenden Schlusskapitels Hochspannung und Nervenkitzel, reiht dramatische, atemberaubende Szenen aneinander, in denen die Hauptfigur ohne zu ahnen warum und scheinbar ohne Möglichkeit sich zu wehren von einem unbekannten Feind bedroht wird, der offensichtlich eine teuflische Intrige spinnt, um sie zu vernichten. So gerät sie in eine Strudel von beunruhigenden, beängstigenden Ereignissen, die sie immer mehr aus der Fassung bringen und in Panik versetzen bis ihre gesamte Existenz in Scherben liegt.

Dabei erleben wir zu Beginn eine Frau, die gerade auf Wolke sieben schwebt: Christine Steinmeyer, Anfang Dreißig, erfolgreiche Moderatorin einer täglichen Frühstücksradio-Show beim lokalen Sender, bewundert von ihren Zuhörern und wie es scheint beliebt bei ihren Kolleginnen und Kollegen. Gerade hat sie sich eine Traumwohnung in einem sehr angesagten und deshalb sehr teuren Viertel von Toulouse gekauft. Aber bald wird sie heiraten, ihr Gerald arbeitet in der Raumfahrt-Forschung, ist brillant, aber unnachgiebig, wenig aufgeschlossen für Scherze und Leichtigkeit, und er duldet keinen Widerspruch.

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