Judith Winter | Siebenschön

»›Theo hat versagt.‹ Erstaunt blickt Christina Höffgen auf. Wer um Himmels willen ist Theo? Sie liest weiter. ›Du solltest Dich lieber beeilen. Die Adresse ist: Fordstraße 237. Ach übrigens: Ihr Name ist Jennifer.‹«

Der rätselhafte Brief lässt Christina nicht mehr los. Gemeinsam mit ihrem Mann fährt sie zu der angegebenen Adresse, auch wenn sie nicht daran glaubt, dort tatsächlich eine Jennifer zu finden. Ein großer Irrtum.

Die Abteilung für Kapitaldelikte der Zentralen Kriminaldirektion Frankfurt am Main spannt die beiden Kommissarinnen Emilia Capelli und Mai Zhou zusammen, um die bizarrste Mordserie aufzuklären, die die Stadt je erlebt hat. Unterschiedlich wie Tag und Nacht, misstrauen die beiden Frauen einander auf Anhieb. Doch wohl oder übel müssen sie sich zusammenraufen, denn bald jagen sie einen gewissenlosen Serienkiller, der seine Morde als grausige Themenwelten inszeniert. Und sein »Werk« ist noch nicht vollendet …

Und immer wieder die Sieben … Siebenschön von Judith Winter ist der erste Fall des Ermittlerteams Emilia Capelli und Mai Zhou.

EigentlichhatteCapelligehofft, nach dem Ausstiegihres Partners Hansen ihrengutenFreund Tom als Partner zugewiesen zu bekommen. Die Überraschung ist dahergroß, als Zhou, eine zierlicheAsiatin, im Büro auf sie wartet. Entsprechendfrostig ist das Zusammentreffen. Aber dem geneigtenLeser wird selbstverständlichsofortklarsein, dassZhou in diesem Fall eine herausragendeRollespielenund sich somitCapellisAchtungerwerben wird.

Der Krimiteil an sich ist sehr gut gestaltet, die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Die Story ist in sich schlüssig und gut verknüpft, der Leser hat immer das Gefühl, direkt den Ermittlungen folgen zu können, ohne dass am Ende ein Täter aus dem Hut gezaubert wird oder zu viele falsche Fährten unterwegs ausgelegt werden. Die Sprache, teilweise recht leger, passt insgesamt sehr gut zu den beiden doch sehr unterschiedlichen Frauentypen, die hier dargestellt werden.

Auch stimmt die Balance zwischen Informationen zum privaten Umfeld der neuen Ermittlerinnen und Ermittlungsteil, so dass hier das schwierige Kunststück gelingt, neue Ermittler einzuführen, ihnen eine gute Erstausstattung mitzugeben, aber sich doch nicht zu Lasten des Tempos in langwierigen Personenbeschreibungen ergangen wird. Für eine weitere Ausgestaltung der Personen wird wohl in den nächsten Bänden noch reichlich Zeit sein.

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

 

Rezension von Dani Nimz.

 

SiebenschönSiebenschön | Erschienen am 1. Februar 2014 bei DTV
432 Seiten | 9,95 Euro
Leseprobe

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