Halbzeit 1.15 – Favoriten der Jungs

Gunnars und Kurts Favoriten des 1. Halbjahres 2015

 

Ein Lesehalbjahr ist um und ich stelle fest, dass ich mit meiner Buchauswahl sehr zufrieden sein kann. Ich habe kaum schwache Bücher gelesen und an einen Totalausfall kann ich mich gar nicht erinnern. Andere Genres sind bei mir in diesem Halbjahr etwas kurz gekommen, da möchte ich vielleicht wieder mehr lesen (Ein Highlight war die erneute Lektüre von Huxleys „Schöne neue Welt“). Aber wir stellen hier ja schließlich Krimis vor und da gab es mehrere, die mir besonders gut gefallen haben. Eine ganz enge Auswahl zu treffen, war gar nicht so einfach. Ich habe mich schließlich für zwei Bücher entschieden:

Gila Lustiger Die Schuld der anderen
Der investigative, linksliberale Journalist Marc Rappaport recherchiert in einem alten Mordfall, doch ihm ist schnell klar, dass der aufgrund einer neuen DNA-Auswertung Festgenommene nicht der Täter ist. Er verbeißt sich in den Fall und wühlt einen alten Arbeitsschutzskandal hervor, der irgendwie mit dem Mord zusammenhängt.
Gila Lustiger hat einen erstaunlichen Zwitter aus Krimi, Thriller und Gesellschaftsroman geschrieben. Neben der eigentlichen Kriminalhandlung fügt sie en passant und ziemlich versiert zahlreiche gesellschaftliche und politische Themen Frankreichs in die Romanhandlung ein. Eine sehr französische Geschichte von Geld, Macht, Intrigen, politischen Seilschaften und Vertuschung.

(Rezension ist nicht auf Kaliber.17 veröffentlicht worden)

Adrian McKinty Die verlorenen Schwestern
Sean Duffy ist erst suspendiert und auf einmal wieder dick im Spiel, weil der MI5 ihn plötzlich braucht, um einen IRA-Terroristen aufzuspüren. Doch die Informantin will erst reden, wenn er den Tod der Tochter aufklärt.
Der dritte Teil der für mich aktuell besten Krimireihe: Ein echt cooler Bulle, viel schwarzer Humor, Reminiszenzen an die Popkultur und Nordirland in den troubles ist einfach ein grandioses Setting. McKinty weiß, wovon er schreibt und bringt die Atmosphäre großartig rüber. Und als Bonbon fügt er ein „locked-room-mystery“ in die Handlung ein.

Beste Grüße, Gunnar

Die verlorenen Schwestern_Montage

 

Von den Büchern, die ich im letzten Halbjahr gelesen und besprochen habe, ist mir besonders Die Geister von Graz positiv aufgefallen. Ich habe den Roman mit fünf Sternen bewertet, weil Robert Preis neben einem vorzüglichen Krimi mit Elementen einer Spuk- und Geistergeschichte vor allem eine authentische und sehr realistische Schilderung des beängstigenden Alltags nicht nur in Graz, sondern überall und auch vor unserer Haustür gelungen ist.

Kurt

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